Dick Turpin

06.04.13

Sabine hat - wie man unschwer an ihren anderen Berichten auf dieser Seite erkennen kann - eine Vorliebe für Abenteuerserien. Als sie mir vorschlug, etwas über "Dick Turpin" zu schreiben, musste ich erst einmal nachschauen, wann das lief, und worum es sich handelte. Nach Westdeutschland schaffte es diese Serie wohl erst Anfang der 90er, doch in der ehemaligen DDR wurde sie bereits 1980 ausgestrahlt, was sie zeitmäßig für "TV-Nostalgie" qualifiziert. Lest selbst, was Sabine an dieser Serie so faszinierte ...

 


Dick Turpin

Die 31-teilige englische Abenteuer-Serie aus den Jahren 1979 – 82 begegnete mir  zum ersten Mal auf einem Kabelsender im Jahre 1992. Sie war ganz versteckt und ich habe damals nicht verstanden, warum sie nicht schon viel früher auf den westdeutschen Bildschirmen aufgetaucht ist. Die Zuschauer in der ehemaligen DDR sind dagegen schon eher in den Genuss gekommen.

Sie stammt von Richard Carpenter, der auch u. a. "Catweazle", das Drehbuch zur "Fünf Freunde"-Verfilmung der 70er und "Robin of Sherwood" geschrieben hat. 

Ich wusste nicht viel über sie, als ich mir in England die erste Staffel bestellt habe. 1992 war das recherchieren bekanntlich noch um einiges schwieriger als heute. In Dick Turpin geht es um einen Highwayman, einen Wegelagerer im  England des 18. Jahrhunderts. Gleich von der ersten Sekunde an hatte es mich gepackt. Sie hat mich monatelang an den Bildschirm gefesselt und ich habe mich sehr viel mit ihr und den Schauspielern beschäftigt.

 

In der Serie wird gefochten, geritten, geschossen und geboxt. Es geht um Verrat, Freundschaft, Loyalität, Rache und Liebe. Sie ist voll herrlicher Geschichten, Charaktere und auch voller Humor. Wie schade, dass sie nur so wenigen in Deutschland bekannt ist, denn das hat sie nicht verdient. Gerüchten zufolge soll bald eine deutsche DVD-Veröffentlichung folgen. Das wäre sehr schön.

Dick Turpin gab es wirklich. Er wurde 1739 gehängt. Er soll ein unangenehmer Zeitgenosse gewesen sein, dem keiner eine Träne nachgeweint hat. Der Dick Turpin aus der Serie hat mit ihm nur Name und 'Beruf' gemeinsam.

 

 

 

Man erfährt zwischen den Zeilen ein wenig über Turpins Vorgeschichte, aber sie wird nicht bildlich dargestellt. Während des Englisch-Spanischen Krieges ist er auf Gibraltar stationiert, ebenso wie Colonel Spiker, die rechte Hand von Sir John Glutton. Turpin muss dabei mitangesehen haben, wie Spiker während einer Schlacht feige seine Männer im Stich gelassen hat. Das kann er Turpin nicht verzeihen. Der Vorgesetzte von Turpin ist Tobias Moat, der ebenfalls in einer Folge eine Rolle spielt. Man erfährt, dass Moat ein übler Zeitgenosse ist, der seine Untergebenen gequält hat. Nur Turpin ließ sich nicht brechen.

Als Turpin nach dem Krieg zurück nach England kommt, muss er erfahren, dass seine Eltern von Sir John Glutton von ihrem Besitz vertrieben wurden und verhungert sind. Glutton lebt nun selbst auf Rookham Hall, das eigentlich Turpin gehört. Turpin wird zum Highwayman und bekämpft Glutton und Spiker, wo immer es geht.

 

Die Serie beginnt damit, dass der böse Sir John Glutton die Wirtin Mary und ihren Sohn Nicholas aus ihrem Gasthaus Black Swan vertreiben will. Dick Turpin ist ein Jugendfreund von Mary und hilft ihr mit Geld aus. Leider bringt das Sir John auf seine Fährte. Nicholas will Turpin warnen und wird selbst gefangen genommen.

Natürlich befreit ihn Turpin und nimmt ihn auf Bitten seiner Mutter widerstrebend als Lehrling bei sich auf. Künftig heißt Nicholas jetzt Swiftnick. 

Dick Turpin ist in der Serie oft halsstarrig, schlecht gelaunt oder einfach nur arrogant. Aber man weiß, dass man ihm jederzeit sein Leben anvertrauen könnte. Sein Verhältnis zu Swiftnick ist der Dreh- und Angelpunkt der Serie. Am Anfang stört ihn der Junge. Er will ihn loswerden und übergibt ihm jemand anderem als Lehrling. Doch kurze Zeit später befreit ihn Swiftnick aus dem Gefängnis und beide gewöhnen sich langsam aneinander.

 

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