Star Trek: Voyager

08.06.13

Nach Hause!


 


© aller Fotos: Paramount/Screenshots aus den DVDs

"Star Trek: Voyager" war die letzte Star-Trek-Serie, die ich mir zu Gemüte führte. Die Erinnerungen sind daher noch recht frisch, obwohl es mittlerweile schon mehr als 14 Jahre her sind, da die Voyager auch in Deutschland das erste Mal über die Bildschirme flimmerte. Doch damals interessierte mich das überhaupt nicht, erst im letzten Jahr – nachdem ich nach dem Gucken der anderen Serien regelrecht Star-Trek-süchtig wurde, war es die logische Konsequenz, auch Voyager zu gucken.

Nach dem "nächsten Jahrhundert" und "Deep Space Nine" war es für die Star-Trek-Macher natürlich schwer, etwas neues zu erfinden. Raumschiff – hatte man schon. Raumstation – die Serie lief sogar noch. Okay, vielleicht dann doch wieder Raumschiff? Ja, aber es sollte trotzdem etwas neues sein, nicht wieder ein Forschungsschiff, das die unendlichen Weiten durchqueren sollte, auf der Suche nach neuen Völkern und Planeten ...

 

Die Screenshots dieser und der folgenden Seiten stammen aus den Folgen "Arbeiterschaft", "Chaoticas Braut",
"Das Pfadfinder-Projekt", "Das Tötungsspiel", "Das ungewisse Dunkel", "Der Fürsorger", "Der Kampf ums Dasein", "Der Verrat",
"Die Gabe", "Die Parallaxe", "Die Verdopplung", "Ein Jahr Hölle", Eine Heimstätte", "Endspiel", "Endstation Vergessenheit",
"Entscheidungen", "Es geschah in einem Augenblick", "Fair Haven", "Icheb",  "Liebe inmitten der Sterne", "Menschliche Fehler",
"Pon Farr", "Q2", "Rätsel", "Rettungsanker", "Skorpion", "Temporale Paradoxie", "Todessehnsucht", "Tuvoks Flashback",
"Unimatrix Zero", "Voller Wut" und "Zersplittert".

 

 

Andererseits wollte man wohl genau dies zeigen – neue Völker und Planeten. Also verlegte man den Schauplatz des Geschehens in eine von der Sternenflotte gänzlich unerforschte Gegend – den Delta-Quadranten, von dem man nur wusste, dass dort die Borg ihr Unwesen trieben. Das alles wäre ja noch nicht so anders gewesen, was machte dieses Raumschiff namens Voyager denn ausgerechnet in diesem unerforschten Gebiet?

Durch ein fremdes Wesen, den sog. "Fürsorger", wird die Voyager auf ihrer Jagd nach einem Maquis-Schiff in den Badlands in den Delta-Quadranten gezogen, 75.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Das gesuchte Schiff unter dem Kommando von Chakotay  erleidet das gleiche Schicksal, und so tut man sich zwangsläufig zusammen. Nach der Zerstörung von Chakotays Schiff nimmt Janeway, die einen beachtlichen Teil ihrer Besatzung verloren hat – darunter ihren ersten Offizier und den Schiffsarzt – die Besatzung des Maquis-Schiffs auf und macht den ehemaligen Sternenflottenoffizier Chakotay zu ihrem neuen ersten – und somit wieder Sternenflottenkollegen – Offizier.

B’Elanna Torres, eine Halbklingonin, wird Chefingenieurin. Das MHN – bzw. das medizinisch-holografische Notfallprogramm -, ein Abbild seines Erfinders, Dr. Zimmerman, wird aktiviert, Tom Paris, ein ehemaliger Insasse der Sternenflotten-Strafkolonie, der von Captain Janeway gebeten wurde, an der Mission teilzunehmen, wird nicht nur zum Lieutenant, sondern auch zum Sanitäter ernannt. Außerdem gesellen sich noch der Talaxianer Neelix und die Ocampa Kes dazu. Oberstes Ziel der Voyager ist es ab sofort, einen kürzeren Weg zur Erde zu finden. 75.000 Lichtjahre bedeutet nämlich, dass man über 70 Jahre braucht, um den Alphaquadranten zu erreichen.

 

 

Diese Geschichte hört sich interessant an, oder? Nun, im Grunde ist sie das auch. Doch irgendwie hat es die Serie leider nicht geschafft, dieses oberste Ziel immer im Auge zu behalten. Es gibt Folgen, die das Thema noch nicht einmal behandeln – zusammenhängende Folgen gab es nicht so oft – und ich sah auch Folgen, bei denen ich nicht sagen konnte, worum es eigentlich ging: Erforschung fremder Planeten, Bekämpfung der Borg oder Freizeitbeschäftigung einer gelangweilten Crew? Meiner Meinung nach hat die Serie großes Potential verschenkt. Was nicht heißt, dass sie schlecht ist! Das soll es keineswegs heißen. Es hätte nur besser sein können.

Ich mochte Voyager sehr gern, denn im Gegensatz zu TNG und auch DS9 gab es keine schwächelnden Staffeln, Voyager hatte eine gleichbleibende Qualität. Es gab bei weitem nicht so viele gute Folgen wie bei DS9, aber weitaus bessere als bei TNG. Voyager hatte die schlechteren Figuren, aber die besseren Geschichten als TNG.

Und sie hatte den stärksten Captain aller fünf Serien – eine Frau! Ich mochte Picard und Archer lieber als Janeway, aber sie war eindeutig der durchsetzungsstärkste Captain von allen. Dazu mehr in meiner Sympathiereihenfolge. Immerhin hat sie es geschafft, als einziger Captain auch die Nummer 1 in meiner persönlichen Sympathiereihenfolge der jeweiligen Serie zu sein.

 

 

Und noch etwas habe ich festgestellt: bei keinem anderen Vorspann-Lied hatte ich das gleiche, freudige Erwarten auf die jeweilige Folge wie bei Voyager. Alle Star-Trek-Serien hatten passende Intros, Enterprise schaffte es sogar mit einem Stilbruch, in dem sie ein gesungenes Lied einsetzte – aber wie gesagt, das Intro von Voyager sprach mich besonders an. Ist wohl eine Gefühls- und Geschmackssache. Auch das Schiff fand ich rein optisch schöner als alle Enterprises zusammen. Speziell bei Picards Enterprise habe ich mich – trotz wenig technischer Kenntnisse – immer wieder gefragt, ob man so etwas überhaupt bauen kann.

Zur Geschichte der Voyager möchte ich nicht so viel verlieren, es gibt hinreichend Material im Netz, u. a. beim deutschen Star-Trek-Index, der bei Voyager leider nicht so ausführlich ist wie bei TNG oder DS9, aber für eine Beschreibung der Folgen reicht es allemal.

Außerdem gibt es das großartige Memory-Alpha-Wiki, wo Fans aller Serien ausreichend Material beigetragen haben. Trotzdem sollen natürlich – in meiner Sympathiereihenfolge – einige Besonderheiten dieser Reise zur Sprache kommen, ebenso wie die  wichtigsten Nebenfiguren.
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