Bericht aus der Bravo

12.03.11

Dieser Bericht stammt aus einer Bravo - leider ist das genaue Erscheinungsdatum unbekannt. Wahrscheinlich erschien er 1972 oder 1973. Felix aus der Schweiz hat mir diesen Artikel über Debbie Watson zugesandt - vielen Dank!

 

Tammy war nur ein kurzer, schöner Traum

Tammy, wie sie Millionen Fernsehzuschauer
kennen: in Jeans, mit entwaffnendem Lächeln.
Diese Rolle gehört für Debbie Watson zur
Vergangenheit

Sie lebt nicht auf schwankenden Planken eines Hausbootes, und sie wartet auch nicht mehr auf die große Liebe. Debbie Watson (22), die vor sechs Jahren die kesse TV-"Tammy" spielte, lebt heute glücklich verheiratet im San Fernando Valley. Fast hat sie vergessen, dass sie noch vor kurzem ein beliebter Fernsehstar war.

Schulterlanges Haar, lässige Hosen, vollere Figur – die 22jährige Blondine, die mich im Garten ihres Hauses am Ventura Boulevard in der Nähe Hollywoods empfängt, hat keine Ähnlichkeit mehr mit der Fernseh-Tammy. Debbie Watson bestätigt, was ihr Aussehen verrät: "Die Tammy war ein schöner Traum in meinem Leben – mehr nicht. Jetzt bin ich erwachsen. Die Rolle ist für mich nur noch eine fröhliche Erinnerung."

"Hast Du nach Deiner Rolle als Tammy noch einmal vor der Kamera  gestanden?" frage ich. Debbie rechnet mir vor: "Im September 1966 haben wir Tammy abgedreht. Es folgten zwei Filme "Tammy and the millionair" und "The cool one", danach war ich jeweils einmal Gaststar der TV-Serien "Die Leute von der Shiloh-Ranch" und "Love american style". Doch dann meldete sich mein Sohn Darin an. Er wurde im August 1967 geboren. Ich machte von heute auf morgen Schluss mit Film und Fernsehen. Mein Kind ist mir tausendmal wichtiger als meine Karriere."

"Aber Darin ist doch schon vier. Reizt es dich nicht doch manchmal weiterzumachen?" Debbie schüttelt den Kopf. "Mein Mann Richard und der Kleine halten mich genug in Atem."

 

 

Doch dann verrät sie nach einigem Zögern: "Richard und ich überlegen, ob ich nicht eine Schallplatte aufnehmen soll. Richard, der ein erfolgreicher Plattenproduzent ist, behauptet, ich hätte eine gute Stimme. Er hat ein sicheres Gespür für das, was ankommt."

Debbie führt mich in die Garage und zeigt mir ihren neuesten Stolz, einen MG-Sportwagen aus dem Jahr 1953. "Richard hat mir den Flitzer zum letzten Geburtstag geschenkt", schwärmt sie. "Er ist noch so tadellos in Schuss, dass ich damit auf dem Ventura Boulevard beim Start fast allen anderen Schlitten auf- und davonfahre."

Ich blicke mich suchend um: "Du hattest doch früher immer eine regelrechte Katzenherde um Dich. Hast Du dich von den Tieren getrennt?" Debbie lacht herzlich. "Wir haben nur noch sieben. Sie toben im Garten herum – zusammen mit unserem Hund, den wir seit kurzem besitzen. Es ist eine Mischung aus irischem Setter und deutschem Schäferhund. Doch das ständige Zusammensein mit den sieben Katzen bekommt ihm nicht. Seit einiger Zeit benimmt er sich nicht mehr wie ein Hund, sondern wie eine Katze. Er versucht zu kratzen und auf die Bäume zu klettern. Fehlt nur noch, dass er eines Tages miaut..."   Edith Dahlfeld

 

Rechts im Bild: Tammy, wie man sie nicht kennt... Stolz führt Debbie Watson ihren Sohn Darin, genannt "Tiger" vor.

 

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