Der Staudamm

17.05.18

Erinnerungen von Lutz
(Bilder: Screenshots aus den DVDs, mit freundlicher Genehmigung von Pidax Film)

 

Ich war noch sehr jung, als diese Serie anno 1969 erstmals im Fernsehen zu sehen war. Deshalb hatte ich bisher nur sehr verschwommene, ungenaue und bruchstückhafte Erinnerungen an den "Staudamm", die ich allerdings nun durch die aktuelle DVD-Veröffentlichung sehr gut auffrischen konnte.

Jedenfalls habe ich nun Gewissheit darüber, dass es sich bei meinen bisherigen Erinnerungen an Fahrzeuge auf einer Baustelle, ein platzendes Wasserrohr und an einen einschwebenden Beton-Schüttkübel, exakt um diese Serie handelt. Denn all diese Szenen und Bilder habe ich u. a. schon beim Ansehen des Vorspanns wieder gefunden.

Ich weiß außerdem noch, dass eine Serie damals im offiziellen Sprachgebrauch noch gar nicht als solche bezeichnet wurde. Man nannte das stattdessen einen "Kurzfilm".

Als kleines Beispiel hätte sich also eine Fernsehansage zum "Staudamm" ungefähr so angehört:

"Liebe Zuschauer, aus unserem Kurzfilm "Der Staudamm" zeigen wir ihnen heute Abend die vierte Episode "Die Attentäter", in der Chefbauleiter Keller einen Sprengstoffanschlag auf seine Großbaustelle verhindern muss. Wir wünschen ihnen dazu spannende Unterhaltung."

 

 

Keller, dargestellt von Horst Niendorf, trägt als Chefbauleiter die volle Verantwortung für die Fertigstellung des Staudamms. Während der Bauphase treten viele formale, technische und menschliche Probleme auf, doch am Ende wird das Ding nach genau 13 Folgen selbstverständlich fertig.

Nachdem der Hessische Rundfunk 1968 mit seiner ersten vollständig in Farbe produzierten Vorabendserie "Rinaldo Rinaldini - Der Räuberhauptmann" einen echten Zuschauerhit landen konnte, kamen in der unmittelbaren Folgezeit allmählich auch die anderen Regionalprogramme der ARD mit in Farbe eigenproduzierten Vorabendserien zum Einsatz. Die Serie "Der Staudamm" war 1966 vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Köln, bzw. dessen Tochtergesellschaft dem Westdeutschen Werbefernsehen (WWF), bei der BAVARIA Atelier GmbH zur Produktion in Auftrag gegeben worden.

Die Aufnahmen zur Serie entstanden mit Genehmigung der Vorarlberger Kraftwerke, Bregenz, und der Unterstützung der Baustellenleitung in Raggal im Großen Walsertal, sowie der Gemeinde Bludenz in Österreich.


Eingespieltes Team: Keller und Fink

 

Für die Rolle des Chefbauleiters Keller war ursprünglich wohl der Schauspieler Horst Naumann vorgesehen. Wahrscheinlich, weil der schon einmal eine ähnliche Rolle in einer Serie gespielt hatte. Horst Naumann stellte im Jahr 1964 in "Wolken über Kaprun" die Figur des sympathischen Bauingenieurs Thomas Reuterer dar. Aber die Produzenten entschieden sich letztendlich für Horst Niendorf als Hauptdarsteller. An dessen Seite agiert Wolfgang Condrus in der Rolle seines Assistenten Fink.

 

 


Gaststar Heinz Schimmelpfennig (rechts)

Im Regionalprogramm des WDR wurde "Der Staudamm" in der Zeit vom 29.01.1969 bis zum 23.04.1969 gezeigt, während der Hessische Rundfunk bereits am 11.11.1968 mit der Ausstrahlung der Serie begonnen hatte, die hier bis zum 03.02.1969 dauern sollte.

Ich habe den Staudamm dann wohl erstmals in der Zeit vom 01.07.1969 bis zum 23.09.1969 gesehen, als er im damaligen gemeinsamen Regionalprogramm Nord vom Norddeutschen Rundfunk und Radio Bremen lief.

Weitere damalige Regionalprogramme der ARD zeigten die Serie natürlich auch noch zu anderen Terminen und Zeiten.

Erstaunlicherweise wirkt "Der Staudamm" heute, genau 50 Jahre nach seiner Entstehungszeit, überhaupt nicht verstaubt oder altbacken. Was aber zweifellos auch etwas damit zu tun haben kann, dass alle 13 Folgen, nach erfolgter digitaler Bearbeitung, nun wieder in erstklassiger und brillianter Farb-Bildqualität auf DVD vorliegen.

 

 

Und ich kann jetzt, nach erneutem Ansehen aller Folgen, auch wieder sehr gut nachvollziehen, was mich als kleiner Junge, dessen Einschulung damals kurz bevor stand, so sehr fasziniert haben muss. Ich konnte die Geschichten zum damaligen Zeitpunkt zwar nur in schwarz-weiß verfolgen, da sich meine Eltern einfach noch keinen der teuren Farbempfänger leisten konnten. Aber trotzdem kamen die spannend und kurzweilig erzählten Abenteuergeschichten aus der Feder der Autoren Theo van Alst, Georg Althammer, Karl Heinz Willschrei und Stefan Gommermann  natürlich auch in schwarz-weiß sehr gut bei mir an.

 

Auf Seite zwei geht es weiter mit Lutz' Erinnerungen und den Gaststars ...

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