Der Unsichtbare

17.11.13

Erinnerungen von Lutz
(Fotos: Screenshots aus den DVDs, ©Ascot Elite Home Entertainment)

Vorbemerkung von mir: Ich liebte diese Serie sehr, konnte mich aber leider kaum noch daran erinnern. Lutz jedoch, ein Mitglied aus dem
TV-Nostalgie-Forum, konnte sogar ohne Auffrischung genug darüber erzählen - und nach der Auffrischung erst! Hier kommen seine Erinnerungen.

Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich als Jugendlicher im Sommer 1978 diese Serie zum ersten Mal im Deutschen Fernsehen gesehen habe. Damals wartete ich dienstags um 18.00 Uhr besonders gespannt auf den Beginn des damaligen Regionalprogramms vom Norddeutschen Rundfunk und Radio Bremen, sollte doch niemand anderes als der "Unsichtbare", Dr. Westin, endlich wieder seinen großen Auftritt in einer neuen Folge der gleichnamigen Serie haben.

Die Serie entstand 1975 nach einer Buchvorlage von Science-Fiction-Autor Herbert George Wells, der wohl den allermeisten Fans des Genres unter dem bekannten Kürzel H. G. Wells ein Begriff sein dürfte. Bis dahin war der Stoff (zumindest soweit ich informiert bin) nur ein einziges Mal zu einer 25teiligen, gleichnamigen Serie mit dem Hauptdarsteller Johnny Scripps verarbeitet worden. Das war 1958.

In der Serie von 1975 spielte nun David McCallum die Hauptrolle des Wissenschaftlers  Dr. Daniel Westin.

 

David McCallum dürfte darüber hinaus sicher vielen noch in seiner Rolle als schottischer Rebell Alan Breck in dem 1978 entstandenen, legendären Advents-Vierteiler "Die Abenteuer des David Balfour" in bester Erinnerung sein.
 

Heutzutage werden ihn möglicherweise  einige auch als Gerichtsmediziner und Pathologe Dr. Donald "Ducky" Mallard aus der Serie "Navy CIS" kennen.

 

Der Pilotfilm "Experiment mit Folgen" beginnt damit, dass Daniel Westin durch seine jahrelangen Forschungen und Experimente auf dem Gebiet der Molekular-Wissenschaft für eine Firma namens "Klae Corporation", endlich Mittel und Wege gefunden hat, beliebige Objekte unsichtbar zu machen. Diese Objekte, wie z. B. Gegenstände oder Tiere, werden schon nach ein paar Stunden wieder sichtbar. Als er aber herausfindet, dass die Regierung seine Erfindung für militärische Zwecke nutzen will, prägt er sich die streng geheime Formel ein, zerstört sein Labor und wird unsichtbar, zunächst eigentlich nur um zu fliehen.

Unglücklicherweise aber ist Daniel, auf Grund einer Fehlfunktion der Versuchsanlage, nun nicht mehr in der Lage, von allein wieder sichtbar zu werden. Er bleibt unsichtbar.

Mit Hilfe seines Freundes, Dr. Nick Maggio, besorgt er sich eine Perücke, eine Gesichtsmaske und eine Art Handschuhe aus Derma-Plex, einem hautähnlichen Material, das von Dr. Maggio eigentlich für Verletzungen der Haut durch Brandwunden entwickelt wurde, um seine Unsichtbarkeit zu verbergen und trotz allem ein einigermaßen normales Leben führen zu können.

 

 

Es gibt feine Unterschiede zwischen diesem Pilotfilm und der Serie. Im Piloten wird Westin noch als tragische Figur und Opfer seines Ehrgeizes (ähnlich dem Roman von H. G. Wells) dargestellt. Weil man das allein für eine Serie aber als zu schwerfällig ansah, wurde Westins Seriencharakter dagegen mit mehr Humor und vor allem Unsichtbarkeit-bezogenen Gags und Szenarien angelegt.

In der Serie können Daniel und seine Frau Kate schließlich auch weiter experimentieren, um die Unsichtbarkeit wieder rückgängig zu machen. Nebenbei führen sie als eine Art Geheimagenten unter dem Decknamen "Klae-Resource" im Auftrag von Walter Carlson, der inzwischen über Daniels anhaltende Unsichtbarkeit informiert ist, geheime Missionen durch, bei denen Daniel seine Unsichtbarkeit äußerst hilfreich anwenden kann.

Links: Szene aus dem Pilotfilm, in der Mitte Jackie Cooper, dessen Rolle in der Serie von Craig Stevens übernommen wurde.

 

 

Einer der bedeutendsten US-amerikanischen Komponisten des vorigen Jahrhunderts, schrieb die eingängige, fast Ohrwurmartige Titelmusik zu dieser Serie. Sein Name: Henry Mancini. Aus seiner Feder stammen u. a. die bekannte Melodie "Moon River" aus dem Film "Frühstück bei Tiffany" oder auch das "Pink Panther Theme" aus dem Kinoerfolg "Der rosarote Panther", für den er übrigens auch insgesamt die Filmmusik komponiert hat.

Die Deutsche Erstausstrahlung der Serie "Der Unsichtbare" erfolgte am 27.06.1978 im Regionalprogramm Nord (NDR/RB) der ARD. Auf Grund der äußerst positiven Zuschauerresonanz wurden die Folgen hier im Jahr 1980 sogar nochmals gezeigt. Und natürlich lief die Serie damals auch in einigen anderen Regionalprogrammen der ARD. Die originale US-TV-Erstausstrahlung von "The Invisible Man" (Originaltitel) war am 06.05.1975 im Programm von NBC zu sehen. Dort wurde sie allerdings wegen schlechter Einschaltquoten schon nach nur wenigen Folgen wieder abgesetzt.

Es entstanden, wie bereits erwähnt, ein Pilotfilm von ca. 70 Minuten Länge und 12 Episodenfolgen, von denen lt. einzelner Quellen, die 13. und somit letzte fertig produzierte Folge von NBC schon gar nicht mehr ausgestrahlt worden sein soll.

Auf Seite 2 geht es weiter mit dem Unsichtbaren und Lutz' Erinnerungen sowie dem DVD-Tipp zur Serie!

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