Die Überlebenden ...

30.07.14

... der Mary Jane

Erinnerungen von Pete
(Bilder: Screenshots aus den DVDs, mit freundlicher Genehmigung von Pidax-Film)

Wohl als Antwort auf eines der erfolgreichsten Historienabenteuer-Formate im deutschen Fernsehen gedacht, strahlte die ARD im August 1975 in ihrem Regionalprogramm Südwest kurz nach 19.00 Uhr die halbstündige Abenteuerserie "Die Überlebenden der Mary Jane" aus. Nur vier Monate zuvor hatte der Konkurrenzsender ZDF das kanadische Format "Die Schweizer Familie Robinson" ins Programm genommen, und inhaltliche Parallelen zwischen beiden Serienproduktionen waren unverkennbar.

Hatte mich die ZDF-Serie nur mäßig beeindruckt, war ich von der im Ersten ausgestrahlten Serie durchaus angetan. Der Hauptunterschied zur ZDF-Serie bestand nämlich darin, dass es nun nicht um eine Familie ging, sondern um einen bunt zusammengewürfelten Haufen Schiffbrüchiger, der ums Überleben kämpfen muss …

Doch der Reihe nach ...

 

 

Die Geschichte der ARD-Serie beginnt am 17. März des Jahres 1840. Irgendwo vor der australischen Küste gerät der Londoner Schoner "Mary Jane" in ein starkes Unwetter, treibt vom Kurs ab und zerschellt schließlich. Nur eine Handvoll Menschen überleben das Unglück und können sich auf eine Insel retten.

Zunächst begleiten wir den Seemann Billy Rose (der sich als Besatzungsmitglied der Mary Jane ausgibt) und den Waisenjungen David, der bei der Havarie seine Eltern verlor, wie sie zusammen mit einigen Wrackteilen an den Strand der Insel gespült werden. Dort blickt Billy Rose kurze Zeit später, als beide die Umgebung erkunden, in die Mündung einer Pistole …

Dies ist der Auftakt zu 13 spannenden Episoden, die mit immer neuem Einfallsreichtum und atemberaubender Kulisse den Zuschauer zu unterhalten wissen. Geschrieben wurde die Serie von dem britischen Erfolgsautor Ian Stuart Black, der uns anderthalb Jahre zuvor mit der Abenteuerserie "Elefantenjunge" mit Uwe Friedrichsen in der Hauptrolle bereits den Vorabend im Ersten versüßt hatte.

 

 

Wie bereits bei "Elefantenjunge" hatte man auch bei "Die Überlebenden der Mary Jane" (im Original hieß die Serie "Castaway", zu deutsch: "Schiffbrüchig") deutsche Schauspieler im wahrsten Sinne des Wortes mit ins Boot geholt, und so sorgten Renate Schröter und Volker Eckstein, zwei damals sehr beliebte und viel beschäftigte Darsteller deutscher Serienformate, dafür, dass sich Ian Stuart Blacks Abenteuergeschichte auch hierzulande etablieren konnte.

Vier Episoden sind mir von damals besonders in Erinnerung geblieben, und als ich die Serie Anfang der 90er Jahre auf einem britischen Sender wiedersah, stellten sich bei mir dann sofort die entsprechenden Nostalgiegefühle ein …

Da war zum einen die erste Folge, in der sich das Grüppchen Schiffbrüchiger zusammenfinden und –raufen muss. Zunächst haben wir da Jan und Eva Lindberg mit ihrer kleinen Tochter, dann Billy Rose, den kleinen David, die junge Cathy Dunbar, die auf dem Weg zu ihrem Verlobten und der anschließenden Hochzeit ist, und schließlich Sergeant Holt, Offizier der Krone.

 

 

Denn die "Mary Jane" transportierte nicht nur Waren und Passagiere nach Australien, sondern auch deportierte Sträflinge. Dies führt natürlich zu Konflikten innerhalb der Gruppe, da der gefährliche Sträfling Irving das Unglück ebenfalls überlebt hat und fortan nur danach trachtet, dem verhassten Aufseher das Lebenslicht auszublasen und seinen eigenen Vorteil aus allem zu ziehen – und dazu gehört auch, die Insel so rasch wie möglich zu verlassen, ohne Rücksichtname auf das Schicksal seiner Leidensgenossen …

Die großartige Kulisse, die wunderbare Titelmusik und Ausstattung, die ein klein wenig an die ausgezeichnete Historenserie "Onedin-Linie" erinnerten, und die Geschichte einer kleinen Gruppe von Menschen, die mitten im Nirgendwo stranden, zogen mich in ihren Bann.

Auf Seite 2 geht es weiter mit Petes Erinnerungen und dem DVD-Tipp zur Serie!

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