Sprung aus den Wolken

01.05.14

Erinnerungen von Pete
(Fotos: Screenshots aus den DVDs)

Dieser Serienklassiker hat besondere Bedeutung für mich, verbinde ich doch damit Erinnerungen an glückliche Fernsehabende im Kreise der Familie, aber auch Erinnerungen an eines der ersten jener berühmten und damals in den 1960er Jahren sehr beliebten Fernsehbücher, die ich geschenkt bekommen hatte.

Aber die Serie kam natürlich zuerst, und so saß der kleine Pete voller Spannung am Vorabend auf dem Sofa und begleitete zwei Männer bei ihren gefährlichen und atemberaubenden Abenteuern, die mit zu seinen Lieblingshelden des Fernsehens zählen sollten. Ted McKeefer und Jim Buckley hießen die beiden. Natürlich hatte ich damals als Dreikäsehoch noch keine Ahnung, dass der Mann, der Jim Buckley spielte, mir nur wenige Jahre später in der Rolle des Festus Haggen wieder begegnen und die Colts rauchen lassen würde.

 

 

Ted McKeefer und Jim Buckley betreiben eine Fallschirmspringerschule mit dem Namen "Ripcord", was auf Deutsch "Reißleine" bedeutet. Damit ist auch schon der Originaltitel der Serie erklärt, die in Deutschland in "Sprung aus den Wolken" umgetitelt wurde – ein Serientitel, wie er markanter, treffender und spannungsverheißender kaum sein kann. Die beiden Fallschirmspringer werden in den Serienepisoden immer wieder in abenteuerliche Unternehmungen und spannende Kriminalfälle verwickelt und stellen ihre Dienste mitunter auch der Regierung zur Verfügung.

Ob es darum geht, böse Gangster zu verfolgen, vermisste Personen zu suchen und zu retten oder sogar verschollene Wertgegenstände oder Flugzeuge zu finden und zu bergen, die beiden Freunde sind die Besten auf ihrem Gebiet und brachen Woche für Woche zu einem neuen halbstündigen dramatischen Abenteuer auf dem Fernsehschirm auf, das nicht nur mich, sondern auch meine ganze Familie in seinen Bann zog.

 

 

Für mich war es damals faszinierend, dabei zuzusehen, wie Männer in schwindelnder Höhe aus dem Flugzeug springen und im freien Fall der Erde entgegen rasten, um irgendwann die rettende Reißleine zu ziehen und den Fall abzubremsen. DAS waren wahre Helden … vor allem, wenn sie über unwegsamem Berggelände absprangen oder über der Wüste oder dem Urwald … Ich selbst hätte mich das natürlich nie getraut, aber ich habe diese Männer auf dem Bildschirm bewundert. Mit den Jungs aus der Nachbarschaft haben wir die Abenteuer natürlich auch auf nahe gelegenen Baustellen nachgespielt – wir sprangen von aufgeschütteten Erdhügeln in Sandkuhlen und rollten uns fachmännisch, wie wir das von Ted McKeefer und Jim Buckley gelernt hatten, beim Aufprall ab. Das bedeutete zwar eine Menge dreckiger Klamotten und viel Sand im Haar und auch im Gesicht, aber wir hatten eine Menge Spaß.

 

 

Dann vergingen einige Jahre, in denen die Serie nicht ausgestrahlt und auch nicht wiederholt wurde, und doch blieb sie mir in Erinnerung. Als ich dann auf dem Gabentisch meiner Kommunionsfeier unter anderem das Fernsehbuch zur Serie entdeckte, auf dessen Einband ein Fallschirmspringer in freiem Fall unter dem Titel „Sprung aus den Wolken“ zu sehen war, hatte ich die Serienabenteuer sofort wieder vor Augen und war restlos begeistert. Ich war damals eine richtiger Bücherwurm und bin es heute noch, und das Fernsehbuch zu „Sprung aus den Wolken“ gehörte für mich zu meinen liebsten Kommunionsgeschenken an dem Tag – zumal es mir auch noch den Umstand versüßte, dass mein Kreislauf ausgerechnet bei der Kommunionsfeier in der Kirche versagte und ich wegkippte, als der Kaplan mit dem Weihrauchbehälter direkt vor meiner Nase rumwedelte. 

Damit war das Fest für mich gelaufen, aber ich hatte ja ein "Fernsehbuch"… (eines meiner ersten Fernsehbücher übrigens; den Anfang hatte ein Buch aus dem Tessloff-Verlag zur Serie "Lassie" gemacht, in dem es um einen Schneesturm ging, und das Buch "… und dann kam der Blizzard" aus der Serie "Fury").
 

 

Auf Seite 2 geht es weiter mit Petes Erinnerungen und der zweiten Staffel, die in Farbe gedreht wurde ...

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