Ulrich und Ulrike

11.10.15

Junge Liebe in den 60ern ...

(Fotos: Screenshots aus den DVDs, ©Studio Hamburg, ZDF)

Diese Serie kenne ich eigentlich mehr vom Hörensagen als aus der richtigen Erinnerung. Kein Wunder, wurde sie doch bereits 1966 das erste Mal ausgestrahlt – damals war ich definitiv noch zu jung, um auch nur kleinste Erinnerungen daran zu haben. 1969 wurde "Ulrich und Ulrike" wiederholt, auch hier glaube ich nicht ernsthaft daran, diese gesehen zu haben. Aber meine Mutter erzählte mir immer davon, sie mochte die Serie wohl sehr, und so glaubte ich allmählich auch daran, sie gesehen zu haben ...

 

In den 90ern wurde sie noch einmal wiederholt, und zuletzt lief sie 2011. Beide Male habe ich sie auch da nicht gesehen, aber bei Erscheinen der DVD-Box dann zugegriffen.  

Worum geht es? Es ist die Geschichte eines jungen Paares, vom Kennenlernen bis zur Hochzeit. Das alles sehr typisch für die 60er Jahre, alles sehr harmonisch, sehr konventionell, sehr bieder – aber durchaus nett anzusehen und unterhaltend. Dafür sorgen aber auch die liebenswerten Nebenfiguren, allen voran die Ohnsorg-Stars Erna Raupach-Petersen und Henry Vahl als die Vermieter von Ulrich Richter, einem jungen Jurastudenten, der zur Finanzierung seines Studiums Taxi fährt, ebenso wie sein Freund Rolf (Fritz von Friedl).

Eines Tages steigt die Familie Dannemann (Heinz Engelmann als Ulrikes Vater) in Ulrichs Taxi, und es ist um den jungen Mann geschehen: er verliebt sich in die Tochter aus gutem Haus. Rolf hilft ihm, Ulrike wiederzusehen – und auch die junge Frau findet den taxifahrenden Studenten mehr als nur sympathisch. Schnell ist klar, dass sie zusammen gehören.


Die erste Begegnung (v.l.n.r): Ulrike (Hannelore Borns),
Frau Dannemann (Käte Pontow), Herr Dannemann (Heinz Engelmann)
und Ulrich (Matthias Fuchs)

 


Rolf und Ulrich


Große Liebe?


Blumen für Ulrike

 


Frau Olsen (Erna Raupach-Petersen) ist bedrückt

Die fortlaufenden Folgen drehen sich dann auch darum, wie man sich in den 60er Jahren eine Beziehung vor der Hochzeit vorstellte: Ulrike bekommt eine eigene Wohnung, die ihr die Eltern bezahlen, sie lernt kochen für Ulrich, der in jeder Mittagspause zum Essen kommt, und natürlich entwickelt sie sich zu einer guten Köchin, der das Kochen auch noch Spaß macht. Ulrich zahlt brav seinen Anteil in ein Sparschwein,  natürlich übernachtet er nie bei ihr ... Ulrike lernt Maschinenschreiben, um Ulrich später seine Doktorarbeit abtippen zu können, dazwischen gibt es ein paar kleine Geschichten um Rolf und seine Freundin Ruth, die heiraten, den Versuch von Ulrike als Hausfotografin zu arbeiten (mit Til Erwig als Kollege), eine kleine Eifersuchtsgeschichte, das Treffen mit Ulrichs Mutter ... Einen immer wiederkehrenden Gag bietet Ulrichs Vermieterin, die gern durchs Schlüsselloch guckt, um alles im Blick zu haben (Erna Raupach-Petersen ist immer für einen Lacher gut). Alles nichts aufregendes, und heute würde diese Geschichte wahrscheinlich niemand mehr sehen wollen, wäre da nicht der zugegebenermaßen sehr starke Nostalgie-Faktor. Das Hamburg der 60er Jahre, die Einrichtungen und die Autos: schon deshalb lohnt die Serie.

 


Besorgter Vater


Rolf heiratet Ruth


Gute Köchin: Ulrike

 

Natürlich auch das Wiedersehen mit dem "Ethelbert" aus den "Immenhof"-Filmen, Matthias Fuchs, der den Ulrich spielt. Er starb leider bereits 2001. Die Spur von Hannelore Borns, Darstellerin der Ulrike, verliert sich nach einigen Nachfolgerollen, in den 70er Jahren. Offenbar hat sie ihren Beruf aufgegeben.

Die Serie ist, wie bereits geschrieben, sehr nett anzuschauen, bedient aber auch alle Klischees der 60er Jahre. Was mir sonst noch auffiel, ist die ungewöhnliche Höflichkeit der Protagonisten: auch gute Freunde wie Ulrich oder Rolf begrüßten sich immer mit Handschlag, die Namen "Ulrich" und "Ulrike", die nahezu zum Abkürzen auffordern, wurden niemals abgekürzt, was das ganze im Nachhinein doch etwas künstlich wirken lässt.

Trotzdem: für Nostalgiker ist die Serie ein Muss!

Rechts: das Ehepaar Richter, Hochzeit von Ulrich und Ulrike

 

Weitere Fotos zur Serie gibt es im Fotoalbum - die Bilder sind alle anklickbar, mit "Next" kommt man zum nächsten Bild. Viel Spaß!

 

Wer Lust auf ein wenig Nostalgie und vor allem Heile Welt hat, kann die DVD-Box (hervorragende Bildqualität!) direkt über diese Seite bestellen, aber natürlich auch über jeden anderen (Online-)Händler, wie z. B. :

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