Yao

21.05.14

Abenteuer eines Häuptlingssohnes
von "Kade" Klaus-Dieter Köhler alias Jenzi aus dem TV-Nostalgie-Forum
(Bilder: Screenshots aus den DVDs, mit freundlicher Genehmigung der Pidax-Film)

 

Wie doch Klänge Erinnerungen heraufbeschwören können! Kaum ertönt die typische Titelmusik der Serie "Yao" und der Kamera- Schwenk über die Weite des afrikanischen Buschs  ist auf dem großen Flachbildschirm zu sehen, schon purzeln meine Erinnerungen zurück in die späten 60er Jahre, aus der Savanne wird unser Wohnzimmer im fernen Saarbrücken, es ist Dienstagabend, 19.10 Uhr, und eine neue heiß ersehnte Episode von "Yao" flimmert über die noch immer schwarz-weiße Mattscheibe.

Wie habe ich damals den Fortsetzungen der Serie entgegen gefiebert, mich auf den Dienstagabend gefreut! Ich kann mich noch gut an ein kaltes Schauern erinnern, das mir über den Rücken lief, wenn die Titelmusik nach dem letzten Mainzelmännchen- Spaß endlich erklang. Im Herbst 1969 war ich bereits auf dem Gymnasium und stand kurz vor meinem 11. Geburtstag. Da ich das familiäre (Fernseh-)Glück hatte, dass meine Eltern berufsbedingt am Abend des öfteren nicht zu Hause waren, standen die Chancen, keine Folge zu verpassen, sehr günstig.

 

 

Noch war bei uns zu Hause alles in schwarz-weiß  zu sehen, und der erste Fernseher meiner Eltern hatte die Angewohnheit, wenn man auf ihm umschaltete, wie es so schön hieß, dass das Bild erst einmal auf und ab sprang, bis es endlich den Blick auf die Szene frei gab. Aber das tat der Geschichte keinen Abbruch und störte nur, wenn man aus irgendeinem Grund zu spät eingeschaltet hatte. Da konnte es dann schon einmal passieren, dass man die Zusammenfassung der vorhergehenden Folge samt Titelmusik verpasste, was insofern schade war, weil man die Titelmusik eben auch nicht hören konnte - aufnehmen ging ja nicht, also hieß es, sich bis zum Ende der Episode in Geduld fassen. Und dieses Ende kam leider immer schneller als erwünscht. Dann   musste ich wieder eine Woche warten, bis es endlich weiterging.  Interessanterweise habe ich aber die Serie trotzdem in Farbe vor Augen.

Beim Wiedersehen in diesen Tagen  habe ich alle 13 Folgen in kürzester Zeit verschlungen. Dabei konnte ich mich an vieles erinnern, nur den Beginn der Geschichte und  die Kindertage Yaos hatte ich dabei aus dem Haus meiner Fernseh-Erinnerungen gestrichen.

 


Yaos Vater


Der böse Zakoro


Yao als Kind

 

Yao wächst als Häuptlingssohn bei seinen Eltern auf und ist glücklich bis zu dem Tag, als sein Vater von dem machtgierigen Zakoro auf der Büffeljagd ermordet wird. Zakoro heiratet Yaos Mutter und wird selbst Häuptling.  Yao wächst im Dorf auf, lernt aber von dem Waldläufer Pau (gesprochen: Pa-o), wie man in Busch und Steppe überleben kann. Pau, der sein Freund wird, bringt ihm alles bei, was ihm später helfen wird, tausend Gefahren glücklich zu überstehen.

Eines Tages wird der Medizinmann von Zakoro ermordet, der Yao die Tat in die Schuhe schiebt, oder besser gesagt, auf die barfüßigen Zehen, mit dem Ziel, damit einen potentiellen Nachfolger für das Häuptlingsamt auszuschalten. Yao ist vor allem bei den Jungen im Dorf sehr beliebt, nicht zuletzt wegen seines Mutes und seines Geschicks bei der Jagd und auf der Suche nach neuen Jagdgebieten.


Links: Yao mit seiner Mutter

 


Yao und Pau


Yao und Elloa


Elloa

 

Außerdem möchte Zakoro Yaos  Verlobte Elloa als Zweitfrau heiraten. Mit Hilfe seiner Mutter gelingt es Yao zu fliehen, wobei er Elloa entführt. Mit ihr verbringt er nun eine lange Zeit in eheähnlichem Zustand an einem Ort, den sein Stamm wegen der Geister fürchtet und meidet. Yao verbündet sich mit den Elefanten und wird ein großer Jäger und Kämpfer, der auch vor einem Duell mit Löwen und anderen Raubtieren nicht zurückschreckt.

Seine Mutter und Pau haben ihn vor weiblicher List und Tücke gewarnt, aber Yao schlägt alle Warnungen in den Wind und wird nach einer scheinbar doch glücklichen Zeit von Elloa, die nach der Häuptlingskrone giert, verraten.

Er muss verletzt fliehen und landet im Dorf der Fischer. Dort lernt Yao die Häuptlingstochter Dagba kennen und lieben und wird selbst zum Fischer. Doch die junge Liebe  bleibt nicht ungetrübt.

 

 

Die Herren des Donners, nordafrikanische schwarze Reiter mit Gewehren, bedrohen die Idylle und fordern ihren halbjährlichen Tribut. Neben Rindern und Wertsachen wollen sie 10 Sklavinnen aus dem Dorf der Fischer. Die Mädchen werden ausgelost. Dagba wird zur Sklavin, aber Yao beschließt, sie und die anderen Frauen zu retten. Er überfällt die Truppe, tötet alle Reiter bis auf ihren Anführer allein im Zweikampf mit Speer und Bogen, und befreit die Sklavinnen. Zurück im Dorf angelangt , muss Yao allerdings einsehen, dass die Herren des Donners  zurückkehren werden, um Rache an den Mördern ihrer Brüder zu nehmen. Er ist bereit Dioridam, dem Anführer, in seine Heimat zu folgen, um sich da deren Gerichtsbarkeit zu stellen.

Dort angelangt, muss er sein Recht in drei Zweikämpfen verteidigen, einem Zielschießen, einem Ringkampf und einem Reiterduell. Mit Mut, Klugheit und nicht zuletzt dank einer List  der schönen Häuptlingstochter, Prinzessin Finta,  gewinnt Yao und löst siegreich seine Aufgaben.

 

Auf Seite 2 geht es weiter - mit dem Ende der Geschichte und einigen interessanten Vergleich aus Literatur und Theaterwelt ...

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